Ich lese momentan auch mal wieder so einiges. Aktuell hab ich "Herr Lehmann" am Wickel.
Ich kann die "Herr Lehmann"-Trilogie von Sven Regener sehr empfehlen. Sie enthält die Bücher "Herr Lehmann", "Neue Vahr Süd" und "Der kleine Bruder".
Herr Lehmann
Herr Lehmann, der eigentlich Frank heißt und angesichts seines nahenden 30. Geburtstags von seinen Freunden nur noch "Herr Lehmann" gerufen wird, lebt in Berlin-Kreuzberg und arbeitet in einer Kneipe. Herr Lehmann hat gern seine Ruhe und durchdenkt alles ganz genau. Leider wird dies von der schönen Köchin, in die sich Herr Lehmann verliebt, und von seinen Eltern, die ihm aus Bremen besuchen wollen, durchkreuzt. Und schließlich fällt auch noch die Mauer.
Neue Vahr Süd
Frank hat es leider verpennt, den Wehrdienst zu verweigern, und so muß er also zum Bund. Als sein Vater dann sein Zimmer nutzt, um dort Fernseher zu reparieren, wird Frank klar, daß er ausziehen muß. So landet er in einem WG-Zimmer. Der Plan, seinen Bruder Manni in Berlin zu besuchen, wird immer spruchreifer, zumal man in Westberlin auch im Falle einer Fahnenflucht vor den Feldjägern sicher ist. Nachdem seine WG vom Gesundheitsamt geschlossen wird, macht sich Frank auf den Weg nach Berlin.
Der kleine Bruder
Frank ist in Berlin angekommen, aber sein Bruder Manni, den hier alle Freddie nennen, ist verschwunden. Frank macht sich auf die Suche im nächtlichen Berlin. Er findet neue Freunde, und seine Bestimmung.
Regener's Schreibweise ist nicht einfach nebenbei zu lesen, er schreibt so, wie Herr Lehmann denkt, was an manchen Stellen ein wenig durcheinander und sprunghaft ist. Aber ich finde, gerade das macht die Büche so "authentisch". Die Dialoge (vor allem zwischen Herrn Lehmann und seiner Mutter) sind mitunter zum Schreien komisch. Wobei ich die Komik eher versteckt finde. Das gefällt mir mehr als ein "Humor", der einem allzu offen ins Gesicht springt. Die Herr Lehmann-Bücher sind Geschichten aus dem Leben, die einem schöne Unterhaltung bieten. Ich habe sie alle verschlungen und herzhaft dabei gelacht.
