Mich hatte der Film auf eine ganz besondere Weise berührt, und ich wusste nicht einmal warum. Eigentlich passiert in "Lost in Translation" ... gar nichts.
Bis mir auffiel, dass sich immer mehr Szenen in meinem Hirn dauerhaft im Hirn eingebrannt hatten: Wie sie zusammengekauert raussieht, du die Stadtschluchten siehst, dazu diese wunderschöne Musik ... wie sie ihn ansieht, während er falsch singt ... wie er, im Bett liegend, erzählte wie sein Leben verlief, mit einem Lächeln und doch voller Traurigkeit ... und das dann wiederum gemischt mit einer unsagbaren Komik durch den Aufeinanderprall dieser völlig fremden Kulturen.
Je öfter ich den Film sehe, desto mehr entdecke ich. Irgendwie scheint hinter jeder Szene mehr zu stecken; was anfangs so aneinandergeklatscht wirkte, macht insgesamt auf einmal einen Sinn.
Den Hype um Scarlett Johansson anschließend habe ich allerdings auch nicht verstanden. Sie wirkte auf mich wie eine ganz normale Frau, gar nicht mal mit besonderem Sexappeal (wie später geschrieben wurde) ausgestattet. Gerade das faszinierte mich ja so! Dass zwei Menschen Zeit miteinander bringen, OHNE miteinander poppen zu wollen weil sie sich so scharf finden, sondern zwei einsame Seelen begegnen sich an einem der fremdesten Orte den es auf diesem Globus geben kann und teilen ein bisschen Zeit miteinander. Mehr nicht.
Grandios.
