Frage von The Prophet: Unsere liebe Gesellschaft!?
Ich möchte eine psychedelic rock band zu gründen. Mein Ziel ist es die Menschen mit meiner Musik aus den Zwängen des Alltags zu befreien und Ihnen die Augen zu öffnen! Ihnen zu zeigen das es noch mehr auf dieser Welt gibt als Geld, Macht und Gier! Ich finde es erbärmlich wie eigennützig wir unsere Erde, unser zu Hause ausbeuten. Es ist erbärmlich wie sehr wir uns selber einengen. Ebenfalls erbärmlich finde ich unser Standpunkt zur Dritten Welt, vor allem da wir diejenigen sind die ihnen das eingebrockt haben.
Ziemlich traurig ist es ebenfalls das 95% unserer Gesellschaft an psychischen Problemen leidet.
Ich brauche nur eine ehrliche Antwort. Seid ihr mit ganzem Herzen am leben? Könnt ihr auf so einem Planeten leben? Oder ist ds für euch alles nur Schwarzmalerei oder Humbug?
Beste Antwort:
Answer by Lina Sara´Joanna
Ich sage das dazu:……http://de.youtube.com/watch?v=FW5Yeg7Nv84
Wer den Text versteht ,weiß auch wa ich antworte.
Antworten Sie selbst in den Kommentaren!

14. November 2011 um 07:29
Also die Idee, eine Psychedelic-Band zu gründen finde ich zunächst mal eine hervorragende Idee, da ich großer Fan psychedelischen Rocks bin. Dein genannten Ziel aber ist leider so hoch gegriffen, dass du zwangsläufig scheitern musst. Du scheinst ein wenig an Weltschmerz zu leiden, aber das geht vorüber. Das Problem solchen Weltschmerzes ist allerdings, dass er nicht das Geringste bewirkt und wohl auch nicht bewirken soll. Vergiss eines nicht, du gehörst auch zu dieser erbärmlichen und großartigen Gattung Mensch. Sicher, wir treiben Raubbau am Planeten (auf dem ich übrigens gern lebe), wir sind in reich und arm getrennt. Aber du übersiehst, dass sich doch auch eine Reihe dieser erbärmlichen Wesen engagiert, bei Greenpeace, amnesty, diversen Hilfsprojekten. Die leiden an weniger Weltschmerz als du gerade, erreichen aber wesentlich mehr. Ich weiß leider ihren Namen nicht mehr, aber da ist diese Frau, die Landminen entschärft. Lehrer, die unter Einsatz ihres Lebens Mädchen in Afghanistan Lesen und Schreiben beibringen – zählen die denn nicht?
Und dass 95% unserer Gesellschaft an psychischen Problemen leiden, halte ich für gewaltig übertrieben.
Aber es ist zwar nicht Humbug, was du beschreibst, aber etwas Gelassenheit hielte ich schon für angebracht.
14. November 2011 um 07:35
vergiss es ,schade um die zeit und geld
14. November 2011 um 08:13
ich bin zwar nicht auf dem laufenden,was psychedelic rock eigentlich ist,liegt wahrscheinlich an meinem alter,lach..aber wer durch was auch immer..auf den druck,den wahnsinn der gesellschaft,die zwänge,lieblosigkeit und den egoismus aufmerksam macht..also..das find ich einfach super!zu sagen,das hätte keinen sinn,hiesse die umstände in kauf nehmen und resignieren,das ist nix als verachtenswerte schwäche!wer erkannt hat,was schief läuft..egal ob in der familie,im freundeskreis,in der nachbarschaft oder arbeit oder aber insgesamt in der gesellschaft,hat die moralische verpflichtung darüber aufzuklären und dagegen anzugehen..meine absolute hochachtung!!!!!
14. November 2011 um 09:07
Also, wem es auf diesem Planeten nicht gefällt, der soll doch ausziehen *lach!
Aber mal im Ernst: Völlig neu ist die Idee ja nicht eine Ideologie künstlerisch umzusetzen und damit “aufklärende” Wirkung zu erzielen. Schön und gut. Bis Du allerdings “Breitenwirkung” erreichst, so dass Deine Arbeit überhaupt zu einer spürbaren Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstsein führen könnte(!), hängst Du zwangsläufig innerhalb der großen Verwertungsmaschinerie. Und diese kloppt alles gleich. Damit meine ich nicht, dass Du irgendwann “umkippen” und nur noch den Ruhm auskosten würdest, wenn Du erstmal Platten massenweise loswirst.
Eigenartigerweise scheint sich nämlich niemand mehr an solcher Musik zu stören. Das Konfliktpotential meiner alten Punk-Platten stört heute wohl kaum noch jemanden. Und der von den Dead Kennedys vorgezeichnet “Riot” blieb auch aus. Die Protest-Nischen oder Songs mit hoher vorgetragner Ratio sind längst im Brei untergegangen. Damit täglich wieder besseren Wissens zu Leben, stellt heute wohl keinen mehr vor ein Problem, vor eine Identitätskrise oder machtr so richtig wütend.
Oder glaubst Du bei “M. Manson”, “In Extremo”, “Rammstein” (halt solche, die zumindest noch irgendwie als kontrovers wahrgenommen werden, wenn auch vielleicht mehr wg Äußerlichkeiten) habe die ein selbstloser Mäzen aufgebaut, mit Millionen-Investitionen so populär gemacht, dass sie nun in jedem Supermarkt erhätlich sind?! Wohl kaum. Das hat sich einfach langfristig gerechnet für die Plattenfirmen auch solche Künstler “aufzubauen”.
Aus den Zwängen des Alltags befreist Du damit aber wohl niemanden. Denn um Deine Platte zu kaufen muss dem Zwang das Geld zu verdienen genügt werden. Wenn Du meinst, Du löst das Problem, indem Du den Song ins Internet stellst wird Deine Idee vom “missionieren” der Gesellschaft zum “Rohrkrepierer”. Das holt sich ja keiner! Hätte bei Radiohead auch keiner geladen, wenn die nicht schon vorher so populär gewesen wären.
(aus einem Referat von mir zur “Unmöglichkeit des erfolgreichen Protestsongs innherhalb eines kapitalistischen Gesellschaftssystems, Sommersemester 2005)
Aber lass Dich davon nicht beeindrucken. Aufgeben gilt nicht. Lass es Dir gesagt sein von einem der es immer wieder versucht (in Ton, Wort und Bild), immer wieder verzweifelt und sich immer wieder für den nächsten Anlauf aufrappelt. Nur weil man die Lösung noch nicht hat ist ja nicht die Problemstellung falsch. Und falls Du wirklich der “Messias” des Protest-Liedes wirst, hast Du mich halt eines besseren belehrt.
>>In diesem Sinne lässt Captain Haddok “das kann doch einen Seemann nicht erschüttern” durchs Akkordeon sausen (obwohl oder gerade weil ihm die “problematische Herrkunft” des Songs bewusst ist (Provokation)) und fährt zum Fluchen in die Karibik Teil 3.